• Brand – Gefahrenherd Küche

Brand – Gefahrenherd Küche

19.02.2019 PHILIPP HEER, Product Management Haushalt & Retail Zurich Schweiz

Wo gekocht und gebacken wird, kann schnell ein Feuer entstehen. Erfahren Sie, welches die häufigsten Ursachen sind und wie man einen Brand verhindern oder eindämmen kann.

So heiss hatte sich Manuel sein erstes Date nicht vorgestellt: Vor lauter Verliebtheit vergisst er die feurige Peperoni-Pizza im eingeschalteten Backofen. Sie wird erst knusprig, dann schwarz. Und schliesslich fängt sie an zu brennen. Statt Liebesschwüren sind nun Hilfeschreie zu hören. Denn die entflammte Pizza erzeugt riesige Mengen an schwarzem, stinkendem Rauch. Manuel und seine Angebetete müssen die Wohnung fluchtartig verlassen und eilends die Feuerwehr rufen.

Ein heisses Pflaster

Auch Marie erfährt auf die harte Tour, dass die Küche ein heisses Pflaster sein kann: Sie will zum Mittagessen Fleisch anbraten und stellt dafür eine Pfanne auf den Herd, in die sie reichlich Öl giesst. Ein Anruf ihrer redseligen Nachbarin reisst sie aus den Vorbereitungen. Als sie 20 Minuten später zurückkommt, brennt das Öl bereits. Marie will das Feuer mit einer Flasche Wasser löschen. Doch das erweist sich als keine gute Idee: Das Wasser verursacht eine grosse Stichflamme, die in Sekundenschnelle die Decke schwärzt. Auch ihr bleibt nichts anderes übrig, als schnellstmöglich die 118 zu wählen.

Flammen statt Espresso

Marco hat ebenfalls Pech mit der Küchenelektrik: Eines Morgens verblüfft ihn seine vollautomatische Kaffeemaschine, weil sie statt des erhofften Espressos plötzlich Flammen produziert: Ein Kurzschluss hat sie zum Brennen gebracht. Marco rennt los, um seine Brandschutzdecke aus dem Putzschrank zu holen. Eilig wirft er sie über die brennende Maschine und kann so das Feuer ersticken. Gut, dass der Kurzschluss am Sonntagmorgen und nicht in seiner Arbeitszeit oder gar während der Ferien passiert ist. Dann hätten die Folgen weitaus schlimmer sein können.

Fünf Tipps gegen Küchenbrände

1) Herd an – bleib dran: Verlassen Sie niemals die Küche, wenn Sie beim Kochen sind. Denn schneller als erwartet ist das Wasser im Topf verdampft und die Bratpfanne glühend heiss: Feuergefahr.

2) Backofen – wem die Stunde schlägt: Schalten Sie immer den Timer ein, wenn Sie etwas im Backofen garen. So schaltet sich das Gerät nach Ablauf der Zeit automatisch aus und Sie verhindern wirkungsvoll, dass der Kuchen zum Brikett wird.

3) Kein Öl ins Feuer – kein Wasser ins Öl: Feuer löscht man mit Wasser – das weiss jedes Kind – nicht so bei Öl. Hat sich Öl entzündet und kommt mit Wasser in Berührung, wirkt Wasser wie ein Brandbeschleuniger. Deshalb niemals mit Wasser brennendes Öl löschen.

4) Drehen Sie dem Feuer die Luft ab: Halten Sie eine Brandschutzdecke und möglichst auch einen Feuerlöscher im Haus parat. So können Sie das Feuer im Fall der Fälle einfach ersticken.

5) Versichert auf der sicheren Seite: Je nach Kanton müssen Sie sich bei Ihrer kantonalen Gebäudeversicherung gegen Brände absichern, oder Sie können dazu eine private Versicherung abschliessen. Sie zahlt zum Beispiel, wenn der Putz vom Rauch verkohlt ist. Ihre Hausratversicherung kommt für Schäden am Mobiliar auf. Allerdings müssen Sie bei grober Fahrlässigkeit mit Kürzungen rechnen.

WENN ES BRENNT

Bei einem Brand gilt grundsätzlich:

  • Alarmieren (Feuerwehr Telefon 118)
  • Retten
  • Löschen